„Woodstock-Beautiful People“ holt das Publikum im Hier und Heute ab, nimmt es mit ins Jahr 1969: Melanie ist eine knallharte Geschäftsfrau im Jahr 2011. Immer zwei Handys gleichzeitig am Ohr, stets den Organizer aktualisierend und knappe Anweisungen gebend, erreicht sie die Nachricht vom Tod ihrer Mutter Linda. Die hatte einen ganz anderen Lebensentwurf, und Melanie kann ihr nicht verzeihen, dass sie deshalb in Kommunen mit Rauschgift und freizügiger Liebe aufwachsen musste. Und wer ihr Vater ist, weiß sie auch nicht. Einen Moment lang hält sie inne – und findet sich plötzlich im Himmel wieder. Dort lernt sie ihren Vater Joe kennen. Mit ihm und Hosea geht es ab nach Woodstock, denn dort entdecken ihre Eltern, die schon gemeinsam im Sandkasten buddelten, ihre Liebe füreinander. Eine Liebe leider nur für ein Wochenende, das für Vater Joe tragisch endet. Natürlich verändern Love, Peace and Music nicht nur die Eltern, auch Melanie denkt nach der Zeitreise über ihr Leben nach und erkennt, dass darin etwas ganz Entscheidendes fehlt, die Liebe.
Legendäre Songs der vielen Künstler von damals – von Joan Baez und Blood, Sweat & Tears, über Janis Joplin bis hin zu Jimi Hendrix und Santana – erklingen. Da werden Wünsche und Träume, Ängste, Hoffnungen und Zweifel junger Menschen damals wie heute deutlich, die ihren eigenen Weg ins Leben finden wollen, die gegen die Eltern rebellieren, die mit Vorgängen in der Welt nicht klarkommen.

Woodstock - Beautiful People

(Uraufführung 16.10.2009)